WETSUIT FAQ

Haben Sie eine Frage zu Blueseventy, unseren Produkten oder zum Freiwasserschwimmen? Gehen Sie die Liste der FAQs durch, vielleicht finden Sie in diesen bereits eine Antwort auf Ihre Frage.

Wenn Ihre Frage nicht aufgeführt ist, oder wenn Sie uns aus irgendeinem Grund kontaktieren möchten, dann klicken sie bitte hier, um uns eine E-Mail zu senden.

ALLGEMEINE PFLEGE

Nach Gebrauch stets mit kaltem oder lauwarmem Leitungswasser spülen. Mit der Innenseite nach außen, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, zuerst die Innenseite und dann mit der Außenseite nach außen die Außenseite vollständig trocknen. Vermeiden oder beschränken Sie die Verwendung in chlorhaltigem Beckenwasser. Hänger Sie den Suit auf einem breiten Anzugkleiderbügel auf, um Faltenbildung zu vermeiden. Nicht über längere Zeit direkter Sonneneinstrahlung aussetzen oder in aufgeheizten Fahrzeuginnenräumen oder Kofferräumen liegen lassen.

REISEN/VERPACKEN

Achten Sie beim Falten und Verstauen Ihres Wetsuits in einer Tasche darauf, dass er nicht zusammen mit scharfen oder harten Gegenstände verstaut wird, da dies Faltenbildung/Schäden an Ihrem Wetsuit verursachen kann. 

 

VERWENDUNG VON GLEITMITTELN

Bei Bedarf kann die Verwendung eines Gleitmittels (z.B. im Hand- oder Fußgelenkbereich) helfen, den Suit schnell auszuziehen. Ein Gleitmittel ist auch zur Vermeidung von Scheuerstellen hilfreich. Verwenden Sie keine Gleitmittel auf der Basis von Mineralölprodukten wie z.B. Vaseline. Folgende Produkte dürfen verwendet werden: Babyöl, Körpergel, pflanzliche Öle, Silikongel.

WIE REPARIERT MAN EINEN FINGERNAGELSCHNITT:

Durch Fingernagel verursachte Schnitte können an den glatten Flächen eines Wetsuits vorkommen. Diese treten in der Regel auf, wenn man beim Anlegen des Suits zu stark zieht oder wenn man die Oberfläche des Wetsuits zu heftig mit den Fingernägeln anpackt oder kneift. Obwohl wir alles tun, um für unsere Produkte garantiert nur die widerstandsfähigsten Materialien zu verwenden, die der Markt bietet, sollten Sie beachten, dass Wetsuits als Leistungsprodukte nicht durchschlagsicher sind und gelegentlich kleine Risse erleiden. Risse oder Fingernagel-Schnitte können Sie selbst ganz einfach in 5 Minuten reparieren.

Sie brauchen dazu einen Klebstoff aus Gummilösung. Diesen finden Sie in jedem Baumarkt. Optional können Sie für die Reparatur in jedem Fahrradladen ein "Flickzeug" kaufen (der Klebstoff zur Reparatur von Fahrradschläuchen besteht ebenfalls aus Gummilösung).

Außerdem benötigen Sie eine kleine Bürste (z.B. einen Malerpinsel für Künstler) oder einen Spachtel (der auch einfach aus dünnem Kunststoff oder Karton sein kann).

Schritt 1: 
Falten Sie den Suit an der Stelle des Schnitts, damit sich der Schnitt öffnet und die beiden Flächen, die wieder zusammengeklebt werden müssen, offen zugänglich sind.

Schritt 2: 
Tragen Sie eine dünne Schicht Gummikleber gleichmäßig auf beide Flächen des Schnitts auf. Halten Sie den Schnitt offen und lassen Sie den Kleber trocknen. Fügen Sie die Flächen nicht zusammen solange der Kleber noch feucht oder klebrig ist.

Schritt 3: 
Der Kleber braucht (je nach Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit) nur 1 bis 3 Minuten zum Trocknen. Der Kleber sieht glänzend aus solange er feucht ist. Er sieht matt aus, wenn er trocken ist. Berühren Sie, sobald er trocken erscheint, vorsichtig die Kleberfläche zur Kontrolle. Er fühlt sich nur leicht klebrig an und bleibt nicht an Ihrem Finger haften.

Schritt 4: 
Ordnen Sie den Suit flach an, so dass die beiden Flächen des Schnitts aneinander anliegen. Die Klebewirkung tritt augenblicklich ein.

Schritt 5: 
Klemmen Sie die beiden Flächen fest zusammen.

Das wär's!

Hinweis: Der Suit kann direkt danach wieder im Wasser getragen werden. Die maximale Klebewirkung erhält man allerdings erst nach 4 bis 6 Stunden. Daher sollten Sie vermeiden, unmittelbar nach dem Kleben Druck auf die reparierte Fläche auszuüben.

WARUM TRÄGT MAN BEIM TRIATHLON EINEN WETSUIT

Triathlon-Wetsuits sind ausschließlich für Schwimmzwecke konzipiert. Sie wurden ursprünglich als Wärmeschutz beim Schwimmen im kalten Freiwasser eingeführt und um aus Sicherheitsgründen einen zusätzlichen Auftrieb zu garantieren. Im Gegensatz zu unseren Schwimmhäuten, bei den das Augenmerk auf der Verringerung des passiven Widerstands liegt, muss ein Triathlon-Wetsuit vor allem einen zusätzlichen Auftrieb bieten, was zusätzlich den Vorteil bringt, deutlich höhere Schwimmgeschwindigkeiten erreichen zu können. Dies führte dazu, dass sich Triathlon-Wetsuits zu einer hochtechnischen Leistungskomponente des Sports entwickelten.

Wie funktionieren sie?

Triathlon-Wetsuits bieten dem Schwimmer einen stark verbesserten Auftrieb. Dieser Auftrieb führt dazu, dass der Körper höher aus dem Wasser ragt und die Schwimmhaut mit einer besseren Wasserverdrängung und einer geringeren Oberflächenreibung durch das Wasser gleitet. Unterschiedliche Formen und Materialien bieten jedoch unterschiedliche Grade der Leistungssteigerung. Beim Kauf eines Wetsuits snd einige wichtige Faktoren zu berücksichtigen:

  • Oberflächenreibung: Die meisten (aber nicht alle) Triathlon-Wetsuits werden heutzutage mit wasserabweisender Außenhaut gefertigt. Die Oberfläche dieses Gummis wurde mit einem silikonähnlichen Material behandelt, das stark dem Tefloneffekt von Pfannen ähnelt. Diese glatte Oberfläche verbessert die Gleiteigenschaften des Wetsuits, indem sie den Oberflächenwiderstand verringert.

  • Art der Ausführung: Die Art der Ausführung ist von entscheidender Bedeutung. Außer den Eintritt von Wasser zu begrenzen, kann die Art der Ausführung über Komfort oder Scheuern beim Schwimmen entscheiden. Wassereintritt ist normal in einem Wetsuit, zu viel Wasser macht Ihren Suit aber zu schwer und verringert Ihren Auftrieb und Ihre Geschwindigkeit.

  • Flexibilität: Flexibilität, Bewegungsfreiheit und Drehvermögen beim Schwimmzug sind entscheidende Faktoren. Diese sind bei der Wahl eines (langärmeligen) Full Suits von großer Wichtigkeit.

  • Atmung: Ausdauernde Leistung wird beeinträchtigt, wenn der Wetsuit den Brustkorb- oder Halsbereich zu stark einschnürt. Dies reduziert die Atmungsfähigkeit der Lungen und folglich die O2-Konzentration im Blut, wodurch die Leistung der Muskeln beeinträchtigt wird. Wetsuits, die diese Bereiche nicht einschnüren, ermöglichen größere Leistungen. Allerdings darf der Suit auch nicht zu locker sitzen, da dies den Wassereintritt und die Bildung von Wasseransammlungen fördert. Achten Sie stets auf einen festen aber bequemen Sitz.

WARUM MACHT MICH EIN BLUESEVENTY WETSUIT SCHNELLER?

Die primäre Funktion des Triathlon-Wetsuits besteht darin, zusätzlichen Auftrieb zu schaffen. Dieser zusätzliche Auftrieb führt zu einem geringeren Widerstand, da der Körper höher aus dem Wasser ragt. Das Ergebnis ist eine maximiertes Leistungspotenzial.

Alle Wetsuits bestehen aus "Neoprengummi". Neopren ist von Natur aus schwimmfähig. Unterschiedliche Arten von Neopren weisen unterschiedliche Grade von Schwimmfähigkeit auf. Für Triathlon-Wetsuits wird das Neopren mit den meisten Luftzellen verwendet. Diese bewirken einen Honigwaben-Effekt. Der Gummi enthält mikroskopisch kleine Luftbläschen. Folglich ist er leichter, flexibler und schwimmfähiger. 

Das zum normalen Surfen und Tauchen für Suits verwendete Neopren ist auf jeder Seite mit Nylongewebe laminiert. Dieses dient dazu, den Gummi vor Abrieb zu schützen. Bei Triathlon-Wetsuits wird jedoch eine Seite (die Außenfläche) als Rohgummi belassen und dann mit einer speziellen reibungsarmen Beschichtung namens "Superverbund-Haut" überzogen. Diese spezielle Beschichtung weist einen sehr niedrigen Reibungskoeffizienten auf und gleitet daher viel besser durch das Wasser.

Theoretisch wäre der schwimmfähigste (und damit schnellste) Wetsuit einer, der aus möglichst dickem Material besteht, denn: je dicker das Material, desto schwimmfähiger ist es. (Hinweis: Die maximal zulässige Stärke von Neopren beträgt gemäß der International Triathlon Union Vorschriften 5 mm). Allerdings würde das Schwimmen in einem solchen Wetsuit eine weit höhere Muskelkraft erfordern, um die Arme zu drehen und den Körper frei zu bewegen. Folglich werden Triathlon Wetsuits mit einer Vielzahl von Gummistärken hergestellt. 5mm-Gummi wird im vorderen Hauptkörperbereich zur Maximierung der Schwimmfähigkeit verwendet. 3mm-Gummi wird für die Rückenpartie verwendet, um die Bewegungsfreiheit zu erleichtern, und 2mm-Gummi an den Ärmeln und im Unterarmbereich, um die Schwimmzüge in totaler Bewegungsfreiheit ausführen zu können. Blueseventy ist stets auf der Suche nach der richtigen Mischung aus Schwimmfähigkeit, Flexibilität und innovativen Materialien, um sicherzustellen, dass unsere Suits die Schnellsten sind.

SIND FULLSUITS SCHNELLER ALS LONG JOHNS?

Die Leute fragen uns oft: Wo liegt der Unterschied zwischen einem Full Suit und einem Long John? Diese Frage lässt sich leicht beantworten. Full Suits sind schwimmfähiger. Traditionell wurden Full Suits nur für extreme Kälte verwendet, da sie dafür bekannt waren, die Schlageffizienz zu verringern und Muskelermüdung in den Armen zu verursachen. Mit dem Aufkommen von flexibleren Materialien und besseren Fertigungstechniken ist es nun möglich, einen Full Suit zu fertigen, der den Schwimmzug praktisch nicht mehr behindert. Diese werden heute von den meisten Triathleten bevorzugt.

Wie viele der Profisportler sehen Sie beim Ironman, bei WM-Rennen, Landesmeisterschaften usw. einen Long John (LJ) tragen? Profis verzichten auf keinen Vorteil, der sich ihnen bietet und Full Suits sind definitiv von Vorteil.

Also, wo liegen die Hauptunterschied zwischen Full Suits und Long Johns?

  • Full Suits sind schwimmfähiger. Da ein Full Suit mehr Gummi enthält, schwimmt er besser. Wenn Sie ausbalancierter und und höher im Wasser liegen, sind Sie schneller (da Sie beim Schwimmen weniger Wasser verdrängen müssen). Ein weiterer Grund für die bessere Schwimmfähigkeit von Full Suits besteht darin, dass sie weniger Wasser eintreten lassen. Es ist praktisch unmöglich, eine komplett wasserdichte Abdichtung im Schulterbereich eines LJ zu realisieren. Aber wie im Fall des Stealth-Suits von 2003 kann ein Handgelenkbund diesen Zweck auf einfache Weise erfüllen. LJ lassen mehr Wasser eintreten. Dadurch erhöht sich das Gewicht, was wiederum die Schwimmfähigkeit verringert.
  • Full Suits bieten weniger Widerstand. Unabhängig davon, wie gut Ihr LJ ist, er lässt auf jeden Fall im Schulterbereich mehr Wasser eintreten. Dadurch entsteht ein Fallschirmeffekt, und mehr Widerstand geht auf Kosten der Geschwindigkeit.
  • Full Suits sind wärmer. Vielleicht ist die beste Einsatzmöglichkeit für LJ Wetsuits in wärmeren Klimazonen. Hohe Wassertemperaturen über lange Distanzen können bei einigen Athleten, die einen Full Suit tragen, Wärmestaus verursachen. Dies ist wahrscheinlich das beste Beispiel für das Tragen eines LJ.
  • Es ist einfacher, einen LJ auszuziehen. Beim Ablegen Ihres Long John müssen Sie keine Ärmel abstreifen, was die Übergänge ein wenig schneller machen kann. Unabhängig davon, ob Sie einen Full Suit oder einen Long John tragen, Sie werden feststellen, dass Sie mit etwas Übung die obere Hälfte Ihres Suits abstreifen können, während Sie zu Ihrem Fahrrad laufen.

Es gibt ein paar ziemlich überzeugende Argumente für den Kauf eines Full Suits. Man sollte aber unbedingt beachten, dass unabhängig von der Art des Wetsuits, den Sie benutzen, die Passform und Größe den Unterschied zwischen einem geeigneten und ungeeigneten Wetsuit ausmachen können. Achten Sie beim Kauf eines Triathlon-Wetsuits darauf, dass dieser perfekt sitzt und dass Sie sich in ihm so wohl wie möglich fühlen.

WIE VIEL WASSER SOLLTE ICH IN MEINEM BLUESEVENTY WETSUIT HABEN?

Eine der häufigsten Fragen, die man uns stellt, betrifft Wasser im Anzug. Natürlich ist es wichtig, dass Ihr Wetsuit sich nicht wie ein Ballon mit Wasser füllt, da dies stark den Auftrieb verringern und den Widerstand erhöhen würde. Doch was viele nicht wissen, ist, dass das Gegenteil davon (ein zu enger Suit) eine identische, wenn nicht schlimmere Wirkung auf Ihre Leistung verursacht. Ein Suit, der zu eng ist, behindert stark die Flexibilität, erhöht die Muskelermüdung und verringert die Atemkapazität der Lunge. Eine Kombination aus diesen Faktoren ist ein wichtiger Kompromiss für Ihre Schwimmleistung. In der Triathlon-Community hat sich eine Auffassung breit gemacht, nach der derjenige Wetsuit am besten ist, der praktisch wasserdicht ist und es scheint eine wachsende Tendenz zugunsten eines Kaufs von Wetsuits vorzuliegen, die eine Nummer kleiner sind. Das ist nicht wahr. In der Tat weit davon entfernt.

Um das Problem zu erkunden und diesen Punkt zu beurteilen, führten wir üner einen festgelegten Zeitraum eine Übung in einer kontrollierten Umgebung (Schwimmbecken) durch. Dabei haben wir eindeutig festgestellt, dass Suits, die ein wenig Wasser im Inneren aufwiesen, pro 100m durchschnittlich 2-4 Sekunden schneller waren als Suits, die eine Nummer kleiner waren. Ferner lag es klar auf der Hand, dass in der Gruppe der engen Suits eine höhere metabolische Belastung erforderlich war, um die gleichen Schwimmdistanzen zu schwimmen. Also, wie viel Wasser ist akzeptabel? Die richtige Suit-Größe kann in einigen innenliegenden Zonen eine sehr dünne Schicht Wasser zulassen. Wenn Sie im Inneren des Suits in einigen Zonen kleine Wasserströme spüren, ist das kein Grund zur Sorge, denn dies kann in der Tat ein Anzeichen dafür sein, dass der Suit perfekt passt, da Sie in Ihrer Leistung weder eingeschränkt noch behindert werden. Wenn eine Wasserschicht oder Wasseransammlung Ihren Suit allerdings mehr als 0,25 Zoll vom Körper aufbläht, dann ist Ihr Wetsuit vermutlich zu groß. Bevor Sie aber einen Suit in einer anderen Größe wählen, sollten Sie, auch im Hinblick auf Ihre Leistung, sicherstellen, dass Sie Ihren Suit richtig angelegt haben. Klicken sie bitte hier.